|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Aareal Bank "buy" 02.04.2009
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jacob, stuft die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) mit dem Rating "buy" ein und beendet damit das Coverage der Aktie.
Im Q3/2008 habe die Aareal Bank netto 15 Millionen Euro verdient. Die Kernkapitalquote habe bei 8,0% gelegen. Am 15.02.09 sei die Entscheidung gefallen, Staatshilfe in Anspruch zu nehmen. Die Vereinbarung mit der SoFFin umfasse eine Stille Einlage in Höhe von 525 Mio. Euro und einen Garantierahmen von bis zu 4 Mrd. Euro für unbesicherte Emissionen. Die Stille Einlage, die mit 9% p. a. verzinst werde, werde zum 31. März zufließen. Diese Hilfe sei vorsorglich und eher aus Wettbewerbsgründen zu verstehen. Fitch habe das Rating "A-" bestätigt, der Ausblick sei "neutral". Am 17.03.09 habe die Aareal Bank mit Erfolg eine 2 Mrd. Euro staatlich garantierte Benchmark-Anleihe platziert.
Der Konzern habe mit den endgültigen Zahlen zu 2008 die Eckdaten von Mitte Februar bestätigt. Das Haus sei über das Jahr hinweg in den schwarzen Zahlen geblieben. Der Vorsteuergewinn habe bei 117 Mio. Euro (nach 380 Mio. Euro) und der Überschuss bei 60 Mio. Euro (nach 290 Mio. Euro) gelegen. Besonders erfreulich mit +15% auf 472 Mio. Euro habe sich der Zinsüberschuss entwickelt (nach Risikovorsorge +17% auf 392 Mio. Euro). Der Provisionsüberschuss sei um 5,6% auf 150 Mio. Euro gestiegen. Das Handelsergebnis sei im Minus verblieben (-23 Mio. Euro nach -26 Mio. Euro). Das Finanzanlageergebnis sei auf -95 Mio. Euro nach 206 Mio. Euro eingebrochen; das Vorjahr sei aber geprägt gewesen durch einen hohen Sonderertrag aus dem Verlauf der Immobilien Scout. Der Verwaltungsaufwand sei um 3,9% auf 347 Mio. Euro zurückgegangen.
Die Aareal Bank habe sich als relativ "kleines" Haus gut durch die Krise geschlängelt. In allen 4 Quartalen in 2008 seien schwarze Zahlen geschrieben worden. Stark habe sich der Zinsüberschuss entwickelt. Höhere Margen im Neugeschäft und ein günstigeres Zinsumfeld hätten geholfen. Die Risikovorsorge sei nahezu unverändert geblieben. Leicht gestiegen sei der Provisionsüberschuss (+5,6%). Das Haus sei - letztendlich auch dank der vorsorglichen Inanspruchnahme von Staatshilfe - gut kapitalisiert, um die Rezession in 2009 relativ überstehen zu können. Inklusive der jüngsten Benchmark-Anleihe, die rasch habe platziert werden können, habe das Unternehmen nun ein ausreichendes Kapitalpolster, um die anstehenden Herausforderungen gut zu bewältigen.
Schon zum Q3-Bericht habe der Konzern das 2008er Gewinnziel aufgegeben. In Q4 habe das Haus die Rezession in Form eines starken Rückgangs des Mengengeschäfts zu spüren bekommen (teils bewusster Verzicht aufs Geschäft). Da die Rezession in vielen Ländern (wie USA, UK, Spanien), wo das Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt expandiert und diversifiziert habe, unvermindert anhalte, wachse das Risiko, dass 2009 die Risikovorsorge noch stärker als erwartet anziehe. Die Gesellschaft habe entsprechend einen sehr vorsichtigen Ausblick geliefert: Der Konzern rechne mit einem rückläufigen Neugeschäft und einer Risikovorsorge auf einem "deutlich höheren Niveau als 2008".
Das Unternehmen stehe im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern relativ gut da. Das nachhaltige Geschäftsmodell greife, auch wenn jede Umsatzdynamik gegenwärtig fehle. Der Konzern sei dank des guten Kapitalpolsters handlungsfähig. Das Kursziel werde von zuvor 4 Euro auf jetzt 7 Euro erhöht.
Die Analysten der SEB stufen die Aktie der Aareal Bank mit dem Rating "buy" ein und beenden ihr Coverage für das Papier. (Analyse vom 02.04.2009) (02.04.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|